Pressemitteilungen

Bei Veröffentlichung unserer Informationen bitten wir um die Quellenangabe "www.teeverband.de" und ein Belegexemplar. Unser gesamtes Bild- und Informationsmaterial steht ausschließlich für die redaktionelle Nutzung zur Verfügung.

2017

Tee in Deutschland - Klassiker mit Zukunft
70 Liter Tee und Kräuter- und Früchtetee pro Kopf pro Jahr - die Deutschen lieben Tee. Schwarzer oder Grüner Tee, aus Kräutern oder Früchten - die Konsummeldungen beweisen, dass Tee als Allrounder zu jeder Jahreszeit ein willkommener Begleiter von Groß und Klein ist.

Beim Deutschen Teeverband und bei der Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee in Hamburg ist die Stimmung positiv. Zum einen, weil die kalte Jahreszeit Hochsaison für Tees aller Art und jeglicher Geschmacksvariante ist, zum anderen, weil gerade die aktuellen Konsumzahlen beweisen, dass Tee in Deutschland weiter auf dem Vormarsch ist.

Ostfriesland führt Weltrangliste an
Die Ostfriesen sind Weltmeister im Tee-Trinken. Hier, zwischen Emden und Wittmund, genehmigen sich die Menschen pro Jahr und Kopf 300 Liter Schwarzen Tee, die sogenannte Echte Ostfriesische Mischung.

Kyra Schaper, Pressereferentin beim Deutschen Teeverband und bei der Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee: "Der beliebteste Kräuter- und Früchtetee ist in Deutschland nach wie vor der Pfefferminztee. Bei Tee, ob als Mischung oder aus einem bestimmten Herkunftsland, liegt der Schwarze Tee mit Abstand vorne. Aber gerade in den letzten Jahren sehen wir einen Zuwachs an Grüntee-Spezialitäten."

Der Teekonsum wächst
Pro Jahr werden rund 19.500 Tonnen Tee in Deutschland verbraucht, die Kräuter- und Früchtetees kommen auf 39.500 Tonnen. Bei 90 % der Kräuter- und Früchtetees bevorzugen die Deutschen den Teebeutel. Moderne Maschinen sind heute in der Lage, pro Minute 400 Teebeutel zu produzieren.

Bunte Vielfalt in der Tee-Tasse
So bunt wie die Farben des Regenbogens so zahlreich sind die Geschmacksrichtungen bei Kräuter- und Früchtetee. Sie lassen sich aus 400 unterschiedlichen Pflanzen und Pflanzenteilen aufgießen. Ob Grüner, Schwarzer, Kräuter- oder Früchtetee – sie sind alle mehr und mehr Begleiter einer ernährungsbewussten Lebensweise.

 

Der Deutsche Teeverband und die Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee (WKF) sind das vereinte Kompetenzzentrum der deutschen Teewirtschaft mit Sitz in Hamburg – der Teemetropole Europas. Beide Verbände befassen sich mit Fragen des Lebensmittelrechts, Qualitätssicherung, der Lebensmittelkunde sowie ernährungsphysiologischen Fragen. Der Deutsche Teeverband ist Spezialist bei Fragen zu Tee (Camellia sinensis), z.B. Schwarzer oder Grüner Tee, die WKF ist kompetenter Ansprechpartner bei Kräuter- und Früchtetees.

Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten

Weitere Informationen bei:
Deutscher Teeverband e.V. | Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee e.V.
Kyra Schaper, PR-Referentin
Sonninstr. 28, 20097 Hamburg
Tel.: 040/ 23 60 16 34/-13
Fax: 040/ 23 60 16 10/-11

e-mail: pressetee(at)wga-hh.de | pressewkf(at)wga-hh.de 

Hamburg, Dezember 2017

Sanft rollende Hügel und dicht bewaldete Bergkuppen, träge Flussläufe und polternde Wasserfälle. Und Teegärten, Teegärten - soweit das Auge reicht. Wer in Ella, einer verschlafenen Kleinstadt in Sri Lankas “hill country”, in die Eisenbahn nach Kandy steigt, kann erster Hand bestaunen wie Ceylon - Sri Lankas britisch kolonialer Name - zum Synonym für außergewöhnlichen Spitzentee wurde.

Stunde um Stunde ruckelt der Zug durch das Herz der Insel. An kleinen Provinzbahnhöfen verkaufen fliegende Händler feurig scharfe Snacks und saftiges, mit Zimt gewürztes Obst. Kulinarisch gut versorgt, kann der Reisende sich zurücklehnen und die einzigartige Kulisse auf sich wirken lassen. Scheinbar endlos erstrecken sich die Teegärten entlang der historischen Bahntrasse. Ein wogender grüner Teppich, durchzogen von feinen Linien, schmiegt sich in neblige Täler und klammert sich an steile Hänge.

Als ein junger Schotte namens James Taylor die ersten Tee-Setzlinge entlang der Straße nach Loolecondera pflanzt, ist nicht abzusehen, dass Ceylon-Tee zu einem wahren Exportschlager und einer Weltmarke werden wird.

Obwohl der Teepionier mit seinem 1867 gegründeten Teegarten “Loolecondera” von Anfang an Erfolge vorweisen kann, sollte es noch ein wenig dauern, bis die Kaffeebauern der Insel in seinen Fußstapfen folgen. Zwischen 1870 und 1880 befällt Kaffeerost die riesigen Kaffeefelder Ceylons und zwingt die Landwirte zur Neuorientierung. Der Niedergang der Kaffeewirtschaft markiert gleichzeitig den Beginn der beispiellosen Erfolgsgeschichte des weltbekannten Tees aus Ceylon.

Heute breiten sich rund um den über 2.000 Meter in den Himmel ragenden Adam’s Peak Sri Lankas sieben traditionelle Tee-Anbaugebiete aus.

Von Juni bis September beherrscht der Südwestmonsun die westlichen Regionen. Im Osten der Insel ist es dagegen trocken und windig. Der Adam's Peak übernimmt quasi die Funktion einer Wasser- und Wetterscheide. Die qualitativ hochwertigsten Tee-Ernten stammen zu dieser Jahreszeit aus dem Anbaugebiet Uva.

Von Dezember bis März kehren sich die Verhältnisse um: Dann wird der Westen vom trockenen Klima bestimmt, während der Osten durch den Nordostmonsun starken Regenfällen ausgesetzt ist. Zu dieser Zeit werden in den westlichen Regionen Dimbulas Spitzentees geerntet.

Sri Lankas Teeanbaugebiete erstrecken sich im Wesentlichen über drei Höhenlagen und so individuell wie das Klima und die Landschaft ist auch der Geschmack der Ceylon-Tees. Je höher das Anbaugebiet, desto langsamer wachsen die Teeblätter. Das Ergebnis: Ein besonders feines und intensives Aroma mit einer goldenen bis kupferroten Tassenfarbe. Im Vergleich zu den in Deutschland besonders beliebten Hochlandtees aus Nuwara-Eliya, Dimbula, Uva und Uda Pussellawa kommen die sogenannten “mid country teas” aus den Anbauregionen Kandy, Ruhuna und Sabaragamuva dunkler und kräftiger daher.

Neben dem einzigartigen Klima dieser zauberhaften Insel ist es vor allem auch die orthodoxe Verarbeitungsweise, die Ceylon-Tees ihre herausragende Qualität verdanken. Von Hand geerntet, werden nur die jüngsten und zartesten Blätter der Teepflanze – two leaves and a bud – nach dem traditionellen Verfahren weiterverarbeitet.

 

Seit der Gründung des ersten Teegartens sind anderthalb Jahrhunderte vergangen und bis heute ist Ceylon-Tee eines der bedeutendsten Wirtschaftsgüter Sri Lankas. Der kleine Inselstaat Sri Lanka ist von der Größe in etwa vergleichbar mit Bayern, gehört aber trotzdem zu den größten Tee-Exporteuren der Welt und kaum ein anderes Land steht so sehr für unvergleichlichen Teegenuss. Ob pur, klassisch englisch mit Milch und Zucker oder als sommerlich-frischer Eistee mit Zitrone genossen: Ceylon-Tee ist seit 150 Jahren eine besondere Spezialität für Tee-Fans in aller Welt.

 

Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten

Weitere Informationen bei:
Deutscher Teeverband e.V.
Kyra Schaper, PR-Referentin
Sonninstr. 28, 20097 Hamburg
Tel.: 040/ 23 60 16 12
Fax: 040/ 23 60 16 10
e-mail: presse(at)teeverband.de

Hamburg, April 2017

„Ein Tag ohne Tee ist ein Tag ohne Freude“, sagt eine chinesische Weisheit. Nicht ohne Grund ist Tee nach Wasser das meistkonsumierte Getränk der Welt.

Grüner, Schwarzer, Gelber oder Oolong – kein Getränk ist facettenreicher. Tee ist mehr eine Lebensart als ein Durstlöscher. Schon die Zubereitung kann meditativ und entspannend wirken. Tee gönnt man sich, um dem Stress des Alltags für einen Moment zu entkommen. Bei einer gemeinsamen Tasse Tee wird gelacht, geplaudert und philosophiert – Tee hat einen sozialen Stellenwert und verbindet Menschen.

Seine Vielseitigkeit setzt Trends. Ob man zum Szenegetränk Matcha mit seiner leuchtend grünen Farbe greift oder sich im Sterne-Restaurant nach dem Essen einen Assam-Shot gönnt. Tee ist hip und en vogue.

Weltweit wird Tee schon seit Jahrhunderten geliebt, hat ganze Kulturen geprägt und verbunden. Die Japaner nehmen sich Zeit für ihre Teezeremonien, Herzogin Kate & Prinz William laden gerne zu ihren „garden tea parties“, die Inder genießen ihren gewürzten „Chai“ und die Ostfriesen klönen am liebsten bei ihrer berühmten „Ostfriesischen Teezeremonie“ mit Kandis und Sahnewölkchen.

Im April feiert der Deutsche Teeverband in Hamburg sein hundertjähriges Bestehen. Von der Tee-Hauptstadt Hamburg aus vereint er Tee-Experten und Händler unter seinem Dach und ist geschätzter Ansprechpartner bei allen Fachfragen rund um den Tee – auch für Medien und interessierte Verbraucher.

Charakteristisch für den deutschen Teehandel ist sein ausgeprägtes Qualitätsbewusstsein und die guten Geschäftsbeziehungen. Über Jahrzehnte hinweg haben sich vertrauensvolle, freundschaftliche Verbindungen zwischen den deutschen Teehändlern und den Teeproduzenten entwickelt. So ist es selbstverständlich, dass zum 100. Geburtstag des Deutschen Teeverbandes Gäste aus den Ursprungsländern kommen, um persönlich zu gratulieren.

Dazu Jochen Spethmann, Vorsitzender des Deutschen Teeverbandes: „Wir freuen uns sehr, bei diesem besonderen Event langjährige Partner aus Indien, Sri Lanka, Kenia, China und Japan begrüßen zu dürfen. Besonders unsere Beziehungen zu den Teegärten in den Ursprungsländern zeichnen sich durch ein respektvolles und vertrautes Miteinander aus. 100 Jahre gemeinsam mit Leidenschaft für Tee - dies ist ein besonderer Moment für uns und unsere Branche. Das wollen wir mit all unseren Freunden gebührend feiern.“

Tee als Wirtschaftsfaktor spielt auch für den Standort Hamburg keine unerhebliche Rolle. Aus diesem Grund empfängt Frank Horch, Wirtschaftssenator der Freien und Hansestadt Hamburg, den Deutschen Teeverband und seine Gäste am Mittwoch, den 26. April in feierlichem Rahmen im Rathaus.

Senator Horch zeigt sich beeindruckt von der Erfolgsgeschichte: „Der Teehandel hat einen bedeutenden Anteil daran, dass der Hafen der Hansestadt Hamburg in aller Welt bekannt ist. Hamburg ist heute die Tee-Metropole Kontinentaleuropas. Weit mehr als 50% des in Europa gehandelten Tees werden heute im Hamburger Hafen umgeschlagen, jährlich 200.000 Tonnen.“

 

Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten

Weitere Informationen bei:
Deutscher Teeverband e.V.
Kyra Schaper, PR-Referentin
Sonninstr. 28, 20097 Hamburg
Tel.: 040/ 23 60 16 12
Fax: 040/ 23 60 16 10
e-mail: presse(at)teeverband.de

Hamburg, März 2017

In über 400 Jahren hat sich eine feste Tradition entwickelt und bewährt. Etwa 300 Liter Tee trinkt jeder Ostfriese heute pro Jahr, was Weltrekord ist: Die ostfriesische „Teetied“ ist eine Tradition, die Tag für Tag gelebt und genossen wird. Das ist so schätzens- und schützenswert, dass die Deutsche UNESCO-Kommission und beteiligte staatliche Akteure sie im Dezember offiziell in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen haben. Damit ist die Voraussetzung für die internationale UNESCO-Anerkennung geschaffen.

Eingereicht hatte den Antrag das Ostfriesische Teemuseum in Norden. Die ostfriesische Teezeremonie ist Teil der ostfriesischen Identität, befand die Jury. Sie prägt nicht nur Tagesablauf und Familiäres wie berufliches Miteinander, sondern auch die Sprache und die materielle Lebenswelt. Unverzichtbar gehört dazu auch die nur in Ostfriesland gemischte  „Echte Ostfriesische Mischung“. „Jede Marke hat ihre spezielle Komposition mit eigenem Charakter und spricht mit ihrem jeweils eigenen unverwechselbaren Geschmack unterschiedliche Tee-Trinker an“, sagt Dr. Matthias Stenger, Leiter des Ostfriesischen Teemuseums Norden, der das Aufnahmeverfahren initiiert hatte.

Gemäß überlieferter Praxis wird heißer, echter Ostfriesentee über ein Stück Kandis (Kluntje) gegossen, bis es knisternd zerbricht, entgegen dem Uhrzeigersinn Sahne hineingegeben, so dass sie ein Wölkchen („Wulkje“) bildet, und getrunken ohne vorher zu rühren. Nacheinander kostet man so einen mild-sahnigen, einen aromatisch-puren und einen stark süßen Tee. „Ein Dreiklang, für den der Genießer zuvor seine Echte Ostfriesische Mischung gefunden haben muss“, erläutert Dr. Matthias Stenger. „Nur so entsteht Harmonie der Geschmacks-Noten. Das leise Knistern in der Tasse ist der Tusch dazu.“


Was macht die echte Ostfriesische Teekultur aus?

5 Hintergründe und Hintergründiges


1. Mach's wie die Ostfriesen: ungerührt genießen!
Für ein authentisches Ostfriesentee-Erlebnis wird zunächst Tee mit sprudelnd heißem Wasser aufgegossen. Man nimmt etwa 10 Gramm Tee pro Liter und gibt ihn in die Kanne und füllt diese erst einmal nur halb. Erst nach dem Ziehen (drei bis fünf Minuten) wird sie ganz aufgefüllt. Dann kommt in jede Tasse ein Kluntje. Das Knistern beim Einschenken des zerberstenden Kandis stimmt auf den Tee-Genuss ein.  Die Sahne wird mit dem Sahnelöffel traditionell vom Tassenrand aus in die Tasse gegeben –  gegen den Uhrzeigersinn, um symbolisch während des Teetrinkens die Zeit anzuhalten. Die Sahne sinkt erst nach unten und steigt dann weiß und wolkig wieder auf: „Tee as Ölje, Kluntje as'n Sliepsteen un Room as'n Wulkje“ – der Tee wie Öl, der Kandis wie ein Schleifstein und die Sahne wie ein Wölkchen. Jetzt ist der Tee trinkfertig – ohne umzurühren. So bietet jeder Schluck ein anderes Geschmackserlebnis: zunächst die Milde der Sahne, dann das kräftige, leicht herbe Aroma des Tees und zum Schluss die sanfte Süße des Kandis. Teeservice und Teebesteck sind stilecht aus Silber und feinem Porzellan – traditionell mit den Dekoren der ostfriesischen Rose oder des Strohblumenmusters – und werden von Generation zu Generation weitergegeben. Zum Service gehören der „Treckpott“, also die Teekanne und ein passendes Stövchen sowie die „Tass“ oder das „Koppke“. Die „Kluntjes“ entnimmt man mit der Zuckerzange aus der Zuckerdose oder -schale. Und mit dem Sahnekännchen wird ein spezieller „Rohmlepel“, ein hübscher Sahnelöffel mit gebogenem Griff verwendet, der ähnlich wie eine winzige Schöpfkelle aussieht.

2. Der Tag richtet sich nach dem Tee
Sechs Teezeiten sind in Ostfriesland durchaus üblich, sie geben dem Tag Rhythmus und Struktur. Dazu gehören unter anderem der erste Tee am frühen Morgen, das „Elführtje“ als Teepause am späten Vormittag und der Nachmittagstee, der um 15 Uhr herum serviert wird. Auch am Abend wird Tee getrunken. Es gilt praktisch rund um die Uhr das gastfreundliche Motto „Ostfriesische Gemütlichkeit hält stets ein Tässchen Tee bereit“. Auch haben sich viele mundartliche Begriffe und Redewendungen um das „Nationalgetränk“ eingebürgert. „Erstmal en Koppke (oder je nach Region ´n Tass) Tee!“ Und schon klären sich die Dinge …

3. Geselliges Ritual mit netten Gesten und Gästen
Die Teetied beschert Momente der Muße: Man braucht Ruhe und Sorgfalt für die Teebereitung und Zeit für den entspannten Genuss. Doch statt meditativer Innenschau zieht man in Ostfriesland einen geselligen „Klönschnack“ vor. Und so haben die Ostfriesen bei ihrem Ritual ausgesprochen gern Gäste dabei. Die Teetied verbindet schließlich und ist wichtiger Ausdruck der Gastfreundschaft. Als Gast sollte man wissen: Ist die Tasse ausgetrunken, bekommt man ohne Aufforderung nachgeschenkt. Und zwar mindestens dreimal, denn „dree is Ostfreesenrecht!“ Möchte man keinen Tee mehr, gibt man ein diskretes Zeichen. Man stellt den Löffel in die Tasse oder legt ihn mit der Laffe nach unten auf die Untertasse.

4. Nur echt aus Nordindien – und der Region
Bei Echtem Ostfriesentee handelt es sich stets um eine kräftige Schwarztee-Mischung. Die Basis bilden Assam second flush Tees, also Tees der zweiten Ernte einer Saison, die zwischen Juni und Juli gepflückt werden. Diese Tees aus der Region Assam besitzen eine volle, malzige Note und werden je nach Komposition durch andere Ursprünge wie Ceylon (Sri Lanka), Darjeeling und Indonesien ergänzt. So hat jede Echte Ostfriesische Mischung ganz charakteristische Geschmacksmerkmale, die sie unverwechselbar machen. Viele Teekenner schwören auf „ihre“ Sorte und würden nie wechseln.

5. Heißer Trend mit Tradition
1610 kam der erste Tee nach Europa, und seit Mitte des 17. Jahrhunderts trinkt man ihn in Ostfriesland. Das ist bis heute so geblieben. Rund 300 Liter Tee trinken die Ostfriesen jährlich. Demgegenüber bringt es der Rest von Deutschland auf gerade einmal 28 Liter Tee jährlich, nicht ganz ein Zehntel. Ostfriesland ist nicht  nur Deutschland-Champion, sondern auch Tee-Weltmeister – weit vor bedeutenden Teenationen wie Großbritannien und China. Kein Wunder, denn trotz 400 Jahren Tradition ist Ostfriesentee nach wie vor Trend. Die junge Generation findet das Norddeutsche cool und kultig, zelebriert die regionale Kultur, sammelt online jede Menge Likes für Omas Teekuchen-Rezepte, spricht gerne Plattdeutsch und findet sich beim Tee. 

 

Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten

Weitere Informationen bei:
Deutscher Teeverband e.V.
Kyra Schaper, PR-Referentin
Sonninstr. 28, 20097 Hamburg
Tel.: 040/ 23 60 16 12
Fax: 040/ 23 60 16 10
e-mail: presse(at)teeverband.de

2016

Hamburg, Dezember 2016

Der Legende nach wurde Tee bereits vor knapp 5.000 Jahren in China entdeckt. Aber erst vor gut 400 Jahren gelangte er erstmals nach Europa. Heute ist Tee nach Wasser das beliebteste Getränk weltweit und ein wichtiges Handelsgut. Drehscheibe des europäischen Teegeschäfts ist die Hansestadt Hamburg.

Per Zufall vor über 5.000 Jahren entdeckt
Der chinesische Kaiser Shennong, der zu den sog. „legendären chinesischen Urkaisern“ zählt, gilt als Entdecker des Tees. In China war es damals (ca. 3000 Jahre vor Christus) bereits üblich, das Trinkwasser abzukochen und mit pflanzlichen Zusätzen zu aromatisieren. Die Legende sagt, dass Shennong den Genuss des Tees entdeckte, als eines Tages Blätter von einem Strauch des Palastgartens in das kaiserliche Trinkwasser fielen. Wie von Zauberhand verfärbte sich das Wasser goldbraun. Der Kaiser kostete das durch Zufall entstandene Getränk und war von dem wunderbar herben Geschmack sowie der wohltuenden Wirkung sehr angetan. Hinter dem bis dahin unbekannten Gewächs verbarg sich ein Teestrauch.

Der erste Tee erreichte vor gut 400 Jahren den Hafen von Amsterdam
Entgegen vielen Vermutungen waren es nicht die Engländer, sondern die Niederländer, die den Tee nach Europa brachten. 1610 landeten Seefahrer der Niederländischen Ostindien-Kompanie die erste Partie japanischer und chinesischer Tees, die man auf Java von portugiesischen Händlern erworben hatte, in Amsterdam an. Erst 1699 ging das Monopol des Teehandels über das Meer auf die Britische Ostindien-Kompanie über, die dieses für gut 100 Jahre halten sollte.

Eine portugiesische Prinzessin brachte den Tee nach England
Die Mitgift der portugiesischen Prinzessin Katharina von Braganza, die 1662 mit dem englischen König Charles II. verheiratet wurde, enthielt u.a. auch Tee. Zunächst nur am königlichen Hof populär, fand der Tee sehr schnell weitere Liebhaber im gesamten Land und in allen Bevölkerungsschichten. Bereits 1706 wurde in London das erste öffentliche Teehaus Europas eröffnet.

Ostfriesische Teekultur nunmehr immaterielles Kulturerbe
Ein besondere Liebe zum Tee entwickelten die Ostfriesen. Diese lernten den Tee schon früh durch ihre niederländischen Nachbarn kennen. In Ostfriesland entwickelte sich sehr schnell eine der ältesten und speziellsten Teekulturen in Europa, die nunmehr von der deutschen UNESCO-Kommission auf die Liste des immateriellen Kulturerbes gesetzt wurde. Nirgendwo auf der Welt wird so viel Tee getrunken wie in Ostfriesland. Rund 300 Liter Tee trinkt jeder Ostfriese pro Jahr. Damit liegt man noch gut 100 Liter vor den Briten.

Hamburg ist heute Tee-Metropole Kontinaleuropas
Über Amsterdam kam der Tee nach Ostfriesland und kurze Zeit später bereits nach Bremen und Hamburg. Hamburg ist nicht nur wegen seines Hafens heute Drehscheibe des kontinental-europäischen Teegeschäfts. Wie auch in vielen anderen Bereichen steht Deutschland auch in Sachen Tee für beste Qualität. Heute sind Tee-Kreationen aus Deutschland weltweit beliebt und werden in über 110 Länder rund um den Globus exportiert. Selbst in den Tee-Anbauländern China und Japan weiß man heute Tee-Spezialitäten aus Deutschland zu schätzen.  

 

Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten

Weitere Informationen bei:
Deutscher Teeverband e.V.
Kyra Schaper, PR-Referentin
Sonninstr. 28, 20097 Hamburg
Tel.: 040/ 23 60 16 12
Fax: 040/ 23 60 16 10
e-mail: presse(at)teeverband.de

Hamburg, Dezember 2016

Wer kennt es nicht, man hat in fröhlicher Runde mit Freunden ein köstliches Essen in mehreren Gängen genossen, und spätestens nach dem Dessert fühlt man sich müde und ein wenig zu satt.

Jetzt ist ein Digestif das einzig Wahre, ein Getränk, das man zur Förderung der Verdauung nach dem Essen zu sich nimmt. Es muss aber nicht immer Alkohol oder Espresso sein: Gönnen Sie sich und Ihren Freunden einmal etwas ganz Besonderes und kredenzen Ihnen Tee! Sehr empfehlenswert als „Anreger nach dem Essen ist zum Beispiel  ein „Assam-Shot“, der „kleine Kräftige“ aus Assam Tee. Für den größeren Schluck eignet sich ein „Double Shot“, also ein  Doppelter. Ein „Assam-Shot“ rundet als absolutes Highlight das Menü ab und gibt ihm durch sein wunderbares Aroma eine angenehme Note zum Abschluss.

Tee enthält wertvolle Inhaltsstoffe. So regt das im Tee enthaltene Koffein nach dem Essen die Sinne und die Verdauung an und macht „müde Geister wieder munter“, so dass einer munteren Gesprächsrunde nach dem Essen nichts mehr im Wege steht. Viele deutsche und internationale In-Lokale, Tea-Lounges und Spitzenrestaurants bieten bereits „Tee als Digestif“ nach dem Essen an. „Neben dem „Assam Shot“ sind vor allem Matcha-Tee, der Grüne Pulvertee aus Japan, und „Thé à la menthe“, eine traditionelle in Nordafrika beliebte Spezialität aus Grünem Tee mit frischer Minze, zu empfehlen“, rät Maximilian Wittig, Geschäftsführer des Deutschen Teeverbandes e.V. in Hamburg.

Wer einen Tee als Digestif nach dem Essen genießen möchte, muss aber nicht ins Restaurant gehen, sondern kann ihn auch ganz einfach selber zubereiten. Für den „Assam-Shot“ nimmt man am besten eine kräftige lose  Assam-Mischung oder Assam-Tee in Beuteln. Serviert wird der „Assam Shot“ in kleinen Tassen oder Bechern.

Für Matcha benötigt man eine Schale sowie einen Bambus–Besen oder einen elektrischen Milchaufschäumer, um das Matcha-Pulver in der Schale mit heißem Wasser cremig aufzuschlagen. Für die Zubereitung des  „Thé à la Menthe“, dem Nationalgetränk der Marokkaner, werden frische Minzblätter zusammen mit Grünem Tee und Zucker nach Belieben in einer Kanne aufgegossen. Den Tee lässt man dann ca. 8-10 Minuten ziehen. Serviert wird diese Spezialität zusammen mit einigen Minzblättern in kleinen Gläsern.   

Mit einem „Tee-Digestif“ können Sie Freunde und Familie verzaubern und verleihen jedem Festmahl etwas Besonderes.
Weitere Rezepte mit Tee gibt es unter:  Rezepte.

 

Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten

Weitere Informationen bei:
Deutscher Teeverband e.V.
Kyra Schaper, PR-Referentin
Sonninstr. 28, 20097 Hamburg
Tel.: 040/ 23 60 16 12
Fax: 040/ 23 60 16 10
e-mail: presse(at)teeverband.de

Hamburg, Januar 2016

Maximilian Wittig (30) hat zum 1. Januar 2016 die Geschäftsführung des Deutschen Teeverbandes e.V. (TEE) übernommen.

Der Lebensmittelchemiker Wittig folgt Dr. Monika Beutgen nach, die sich zukünftig auf ihre Aufgaben als Hauptgeschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung Groß- und Außenhandel Hamburg e.V. (WGA) sowie als Geschäftsführerin des europäischen Verbandes Tea & Herbal Infusions Europe (THIE) sowie der Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee e.V. (WKF) konzentrieren wird. Dem Deutschen Teeverband bleibt sie als Justitiarin verbunden. Wittig ist bereits seit 2013 als Referent der Geschäftsführung für den Deutschen Teeverband tätig.
Der Deutsche Teeverband e.V. ist die Branchenvertretung der Hersteller und Händler von Tee (Camellia sinensis). Die Mitgliedsunternehmen produzieren und handeln mit Tees für den deutschen Markt ebenso wie für internationale Märkte, wo das Know-how deutscher Tee-Experten sehr geschätzt wird. In Deutschland werden jährlich 27,5 Liter Tee pro Kopf getrunken.

 

Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten

Weitere Informationen bei:
Deutscher Teeverband e.V.
Kyra Schaper, PR-Referentin
Sonninstr. 28, 20097 Hamburg
Tel.: 040/ 23 60 16 12
Fax: 040/ 23 60 16 10
e-mail: presse(at)teeverband.de

2015

Hamburg, Oktober 2015

Kenia ist überraschend: Das sonnige Land im Osten Afrikas ist mit rund 445.000 Tonnen Tee nach China und Indien der drittgrößte Teeproduzent weltweit. Rund zehn Prozent der kenianischen Bevölkerung verdient seinen Lebensunterhalt im Tee-Anbau. Und kein anderes Land der Welt exportiert mehr Tee als Kenia. 423.000 Tonnen Tee, rund 95 Prozent der kenianischen Teeproduktion, verließen 2014 die Hafenstadt Mombasa, die Heimat der weltgrößten Tee-Auktion, in aller Herren Länder.

Unvergleichliche Wildreservate in atemberaubender Landschaft – das ist Kenia. Vor dem Safaristart zum Sonnenaufgang noch schnell eine Tasse Tee. Kaum einer weiß, dass die Teeblätter hierfür auch in Kenia gepflückt wurden, in 2014 waren dies rund 445.000 Tonnen. Noch überraschender für viele mag die Tatsache sein, dass kein Land der Welt so viel Tee exportiert wie Kenia: 423.000 Tonnen Tee, also rund 95 Prozent der kenianischen Teeproduktion. Eine weitere Überraschung: Neben dem Tourismus ist Tee einer der größten Wirtschaftsfaktoren des Landes, noch weit vor Schnittblumen und Kaffee.

Eine afrikanische Erfolgsstory
Im Gegensatz zu China und Indien, ist der Tee-Anbau in Kenia noch ganz jung. Erst vor gut 90 Jahren begann man in Kenia, Tee kommerziell zu kultivieren. 1928 verließen dann die ersten Kisten Kenia-Tee, insgesamt fünf Tonnen, in Richtung England. Heute sichert der Tee-Anbau in Kenia den Lebensunterhalt von über vier Millionen kenianischen Arbeitnehmern. Das sind immerhin rund zehn Prozent der Gesamtbevölkerung. Der größte Teeproduzent ist die Kenya Tea Development Agency (KTDA), in der mehr als die Hälfte aller kenianischen Teebauern genossenschaftlich organisiert sind. Insgesamt betreibt die KTDA für Ihre Mitglieder heute 67 Teefabriken in den verschiedenen Tee-Anbauregionen Kenias.

Die aromatischen Tees aus Kenia sind seit langem unverzichtbarer Bestandteil klassischer Frühstückstee-Mischungen, wie z. B „English Breakfast“. Seit ein paar Jahren finden in Deutschland ausgesuchte Tee-Spezialitäten aus dem sonnigen kenianischen Hochland immer mehr Liebhaber.

 

Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten

Weitere Informationen bei:
Deutscher Teeverband e.V.
Kyra Schaper, PR-Referentin
Sonninstr. 28, 20097 Hamburg
Tel.: 040/ 23 60 16 12
Fax: 040/ 23 60 16 10
e-mail: presse(at)teeverband.de

Statement zum „test“-Bericht vom 24.09.2015

Hamburg, September 2015

Das Verbrauchermagazin „test“ berichtet in seiner aktuellen Ausgabe (10/2015) über unerwünschte Substanzen in 25 verschiedenen Grünen Tees. Bis auf einen Tee, der aus einem Asia-Laden stammt, erfüllen alle getesteten Tees die gesetzlichen Bestimmungen. Im Fazit kommt die Stiftung Warentest zu dem Ergebnis, dass man Tee bedenkenlos trinken kann. Sie rät den Verbrauchern, regelmäßig das Produkt zu wechseln.

Die Teewirtschaft nimmt grundsätzlich alle Erkenntnisse zur Beschaffenheit von Tees zum Anlass, die umfänglichen gemeinsamen Maßnahmen zur Qualitätssicherung weiter zu optimieren. Dies gilt auch für die aktuellen Ergebnisse der Stiftung Warentest.

Besonders kritisch stufte die Stiftung Warentest dabei die Substanzen Pyrrolizidinalkaloide (PA) sowie Anthrachinon ein.

Pyrrolizidinalkaloide: BfR hält Gesundheitsgefährdung bei normalem Konsum für unwahrscheinlich

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat im Rahmen eines Forschungsprojekts 2013 erstmals PA in Tees, darunter auch Grüner Tee, nachgewiesen. Nach Aussage des BfR ist eine Gesundheitsgefährdung bei normalem Konsum unwahrscheinlich. Es sind keine Fälle bekannt, bei denen Verbraucher durch den Konsum von handelsüblichen Tees gesundheitlich beeinträchtigt wurden. PA sind natürliche Pflanzeninhaltsstoffe, die in Unkräutern vorkommen und unbeabsichtigt in Lebensmittel gelangen. Außer in Tee wurden sie auch schon in Honig, Milch, Eiern, Getreide, Gemüse oder Salat nachgewiesen.

Anthrachinon: Alle Tees unterschreiten Höchstmenge

Alle getesteten Grünen Tees unterschreiten den gesetzlich zulässigen Höchstgehalt für Anthrachinon. Wie bei PA sind auch hier keine Fälle einer gesundheitlichen Beeinträchtigung bekannt. In einer am 08.09.2015 veröffentlichten Stellungnahme des Bundesverbands Naturkost Naturwaren (BNN) kommt der Wissenschaftliche Beirat des BNN zu dem Ergebnis, dass Spuren von Anthrachinon, u.a. in Tee (Camellia sinensis), auch bei Einhaltung aller Rechtsvorschriften für den Ökologischen Landbau in Spuren zufällig und technisch unvermeidbar auftreten können. „Die Minimierung unerwünschter Substanzen in Tee hat bei uns höchste Priorität“, sagt Dr. Monika Beutgen vom Deutschen Teeverband e.V. „Die Teeunternehmen stehen in engem Kontakt mit den Anbauern, um die Ursachen herauszufinden und das Vorkommen zu beseitigen.“

Vorkommen weiterer Substanzen ist völlig unbedenklich
Neben Anthrachinon und PA untersuchte die Stiftung Warentest die 25 Grüntees außerdem auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Mineralölbestandteile, Pestizide, Nikotin und Radioaktivität. Auch wenn ein Tee aus einem Asia-Laden zu hohe Rückstände von Pestiziden aufwies, ist der Konsum der unerwünschten Substanzen in allen getesteten Tees völlig unbedenklich.

Tee ist sicheres und wertvolles Lebensmittel
Tee ist ein sicheres Lebensmittel und leistet einen wertvollen Beitrag zu einer ausgewogenen Ernährung. Zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe können zum Wohlbefinden von Körper und Geist beitragen. Grüner Tee enthält von Natur aus wichtige Mineralstoffe. Darüber hinaus weisen verschiedene wissenschaftliche Studien daraufhin, dass die im Grüntee vorkommenden Flavonoide zum Schutz vor freien Radikalen beitragen und so dabei helfen können, die Entstehung von bestimmten Tumoren und Herzerkrankungen zu hemmen. Wie bei allen Lebensmitteln gilt, dass eine Abwechslung in der Ernährung grundsätzlich ratsam ist.

Weitere Informationen zu Pyrrolizidinalkaloide (PA) finden Sie unter:        

www.engagement-fuer-tee.de
 

Weitere Informationen bei:
TEE  ·  Deutscher Teeverband e.V.
Kyra Schaper, PR-Referentin
Sonninstraße 28 | 20097 Hamburg
Tel.: 040/ 23 60 16-12
E-Mail: presse(at)teeverband.de

 

Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten

Hamburg, September 2015

Was in Großbritannien bereits seit Generationen Tradition ist, wird mittlerweile auch in Deutschland zelebriert: der Afternoon Tea. Die ur-britische Tradition steht für weit mehr als nur eine Tasse Tee am Nachmittag: Feine Tees, flankiert von kulinarischen Köstlichkeiten, laden in Hotels und Tea-Lounges zum geselligen Genuss am Nachmittag ein. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts nimmt man sich in Großbritannien Zeit für den Afternoon Tea. Eine liebenswerte Gewohnheit, die heute auf der ganzen Welt geschätzt und zelebriert wird.


Der klassische englische Afternoon Tea wird zwischen 16 und 17 Uhr getrunken. Dazu reicht man süße und herzhafte Kleinigkeiten. Die Erfindung dieser „Zwischenmahlzeit“  geht auf Anna Herzogin von Bedford zurück, der die Zeit zwischen Mittag- und Abendessen zu lang war. Sie lud zum Afternoon Tea auch gern Freundinnen ein. Schnell verbreitete sich diese Idee im ganzen Land und so wurde es Mitte des 19. Jahrhunderts populär, dem „kleinen Hunger zwischendurch“ mit einer Tea Time zu begegnen. Zu einem Afternoon Tea gehörten damals schon süßes Gebäck und „finger thin“ Sandwiches. Was als Damen-„Teekränzchen“ begann, fand schnell weitere Nachahmer und ist heute aus dem Alltag vieler Briten nicht mehr weg zu denken.


Ur-britisch oder ganz trendig
Besonders authentisch genießt man seinen Afternoon Tea natürlich in der Weltstadt London. Ganz luxuriös im vornehmen Ambiente klassischer Hotels, lässig in den Tee-Bars am Ufer der Themse oder seit neuestem auch während einer Tour durch die Metropole im roten Doppeldeckerbus: London lässt keine Wünsche offen. Wer nicht so weit reisen mag, wird mittlerweile auch in Deutschland fündig. In vielen Hotels und Tea-Lounges gehört der Afternoon Tea zum festen Angebot. Selbstverständlich lässt sich die britische Tradition ebenso gut in den eigenen vier Wänden zelebrieren.


“Low Tea” – von „Light“ bis „Royal“
Serviert wurde der Afternoon Tea früher klassisch im Salon auf niedrigen Tee-Tischchen, daher auch die Bezeichnung „Low Tea“. Zum Tee, gleich ob Ceylon, Assam oder Darjeeling, gehört süßes Gebäck, wie schon bei der Herzogin von Bedford, unbedingt dazu. Beliebt sind Scones, eine Art „süße Mini-Brötchen“. Gereicht werden sie mit Marmelade und Clotted Cream, eine britische Sahnespezialität. Ein weiteres Muss sind herzhafte „finger thin“ Sandwiches belegt mit Gurke, Ei und Kresse oder in edleren Varianten mit hauchdünnem Roastbeef oder Räucherlachs. Für die Tea Time wird eine Scheibe ungetoastetes Weißbrot ohne Rinde verwendet, mit den Zutaten belegt und in mundgerechte, fingerdicke Stücke geschnitten.

Mag man es nicht ganz so üppig, gönnt man sich einen „Cream Tea“. Hierbei reicht man zum Tee nur Süßes, wie z.B. Scones mit Clotted Cream und Marmelade. Auch in der „light“ Variante, stilecht mit Shortbread, wird der Afternoon Tea gern zelebriert. Und mit einem Gläschen Champagner, Sherry oder Whisky oder Champagner zum Tee wird das nachmittägliche Vergnügen zum „Royal Tea“.

 

High Tea
Der High Tea – hierzu sitzt man an einem „hohen“ Esstisch – ist eigentlich eine komplette Mahlzeit, die ihren Ursprung in der Arbeiterklasse hat. Mit zunehmender Industrialisierung gingen die Arbeiter in die Fabriken, wo es seinerzeit noch keine Mittagspausen gab. Nach Feierabend hatte man dann natürlich Hunger und setzte sich daheim sofort an den Tisch. Serviert wurde dann warmes Essen zum Tee als einzige warme Mahlzeit des Tages.

Spricht man heute von einem „High Tea“, so handelt es sich dagegen meist um einen besonderen Anlass. Hier darf der Gast eine komplette Mahlzeit am Esstisch erwarten. Serviert werden dann verschiedene kalte Braten, warme Gemüse, Salate, ein wenig Früchte und Kuchen zum Abschluss, dazu natürlich Tee.

Ob „Royal“ oder „Light“, „High“ oder „Low“, Tee ist immer ein Genuss.

 

Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten

Weitere Informationen bei:
Deutscher Teeverband e.V.
Kyra Schaper, PR-Referentin
Sonninstr. 28, 20097 Hamburg
Tel.: 040/ 23 60 16 12
Fax: 040/ 23 60 16 10
e-mail: presse(at)teeverband.de

Hamburg, August 2015

Jede Sekunde werden auf der Welt rund 118.000 Tassen Tee getrunken, Tendenz stark steigend. So übersprang die Weltproduktion in 2014 erstmals die sagenhafte fünf Millionen Tonnen-Marke. Wo auch immer rund um den Globus, es gibt immer einen Anlass, Tee zu genießen: zur Belebung, zur Entspannung, in geselliger Runde, als Zeichen der Gastfreundschaft und Verbundenheit, zur inneren Einkehr, zum Abschalten oder ganz einfach aus Lust am Genuss. Tee ist nicht nur ein vielseitiges Getränk, sondern auch Weltanschauung mit sozialer und kultureller Bedeutung in vielen Ländern der Welt. So vielfältig wie die Anlässe sind auch Zubereitung sowie Art und Weise, wie der Tee getrunken wird.
 

Fast zwei Drittel der Erdbevölkerung beginnen ihren Tag mit einer Tasse Tee. Dabei erfreut sich das Getränk zunehmender Beliebtheit. 2014 wurden erstmals über fünf Millionen Tonnen Tee für den aromatischen Aufguss hergestellt.

Teetrinken verbindet
Von China bis England, von Indien bis Russland – Tee hat ganze Kulturen geprägt und bewegt. Kein Getränk bietet eine größere Sortenvielfalt als Tee. Darüber hinaus kann Tee ganz unterschiedlich zubereitet und getrunken werden. So haben sich rund um die Welt die verschiedensten Tee-Kulturen entwickelt. Tee wird heiß oder kalt, im Glas, im Becher oder feinstem Tee-Porzellan, pur oder auch verfeinert mit Zutaten wie Milch, Zucker oder Zitrone genossen. Und obwohl jedes Land seine eigenen Vorstellungen von einer „perfekten“ Tasse Tee besitzt, verbindet die Leidenschaft für Tee zahlreiche Regionen, Völker und Kulturen miteinander. Im asiatischen Raum hat die Tee-Kultur vielfach einen spirituellen und meditativen Bezug, wohingegen auf dem europäischen Kontinent und in den orientalischen Ländern der Genuss und das gesellige Beisammensein im Vordergrund stehen. In vielen Ländern gilt eine Tasse Tee auch als Symbol der Gastfreundschaft.

China und Japan: Zwischen Tradition und Moderne
China hat die älteste Teekultur der Welt. Traditionell werden dort vor allem Grüntees und Oolongs bevorzugt. Tee ist aus dem chinesischen Alltag nicht wegzudenken, denn er wird so gut wie zu jedem Anlass getrunken. Darüber hinaus genießt Tee bei speziellen Anlässen einen besonderen Stellenwert. So praktiziert man auch heute noch anlässlich von Festtagen viele verschiedene regional geprägte Tee-Zeremonien.

Auch in Japan ist Tee allgegenwärtig: In den meisten großen Unternehmen steht neben dem Wasserspender gleich eine Tee-Station. In den Schnellrestaurants zahlt man in der Regel nur seinen Snack, Tee gibt es gratis dazu. Möchte man aber der Hektik entfliehen und sein Bedürfnis nach Ruhe und innerer Ausgeglichenheit stillen, nimmt man an einer traditionellen japanischen Tee-Zeremonie teil. Diese definiert sich durch einen strikt ritualisierten Rahmen, der dazu dient, eine Atmosphäre der Besinnung und Konzentration – frei von Ablenkungen – entstehen zu lassen. Es gilt das Prinzip der absoluten Harmonie, jenseits von gesellschaftlichen Schranken.

Russland: Warmes gegen Winter
Im kalten Russland hat man eine sehr praktische Beziehung zum Tee entwickelt. Er soll jederzeit als wärmendes Getränk zur Verfügung stehen. Dafür nutzt man einen Samowar, der ständig heißes Wasser bereithält. Oben auf dem Samowar thront ein kleiner Kessel mit einem konzentrierten Tee. Dieser Tee wird dann ganz individuell – je nach persönlichem Geschmack – mit dem heißen Wasser aus dem Samowar verdünnt.

Türkei und Orient: Heißes gegen Hitze
In der Türkei wird der Tee fast genauso wie in Russland zubereitet. Hier nutzt man ebenfalls zwei Gefäße: Das eine für Wasser und das andere für den stark konzentrierten Tee. In der Türkei trinkt man den Tee allerdings nicht zum Wärmen, sondern zur Erfrischung und Belebung. Dass heiße Getränke bei Hitze durchaus erfrischend sind, erscheint uns zunächst überraschend, gilt jedoch als Zeichen der Gastfreundschaft und ist ein in der Türkei weit verbreiteter Brauch.

Diese Sitte kennt man darüber hinaus in allen Ländern des Nahen und Mittleren Ostens, dem sogenannten „Orient“. Im Maghreb, den arabisch geprägten Ländern Nordafrikas, erhält der belebende Tee durch die Zugabe von Minze noch einen besonderen Frische-Kick.

Europa: Lust am Genuss
Kein Land in Europa steht so für Tee-Kultur wie Großbritannien. Hier wird Tee mit Genuss und Geselligkeit verbunden. Früh ging man dazu über, zum Tee in Gesellschaft auch kleine, süße und herzhafte Snacks zu reichen und den Tee mit Zucker, Milch, Sahne oder Zitrone „zu verfeinern“. In Hinblick auf die Zubereitung der „perfekten Tasse Tee“ gibt es allerdings in Großbritannien die unterschiedlichsten Auffassungen. So äußerte sich z.B. Georges Orwell 1946 in einer namhaften britischen Tageszeitung in seinem Artikel „A nice cup of tea“ ausführlich zur Frage, ob zuerst die Milch oder erst der Tee in die Tasse gehört. Die Zubereitung der „perfekten Tasse Tee“ ist dagegen in Ostfriesland schnell geklärt: Erst ein Stück Kandis, dann der kräftige Schwarztee und obendrauf ein „Wölkchen“ Sahne. Ganz wichtig: Bloß nicht umrühren.

Was ist denn nun richtig?

Kein Getränk ist facettenreicher als der Tee. Er kann ganz unterschiedlich und je nach Geschmack zubereitet werden. Dabei gibt es kein „richtig“ oder „falsch“: Hauptsache es schmeckt. Zum „richtig“ oder „falsch“ kann man sich natürlich – wie die Briten – immer gern austauschen, am besten: bei einer Tasse Tee! 

 

Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten

Weitere Informationen bei:
Deutscher Teeverband e.V.
Kyra Schaper, PR-Referentin
Sonninstr. 28, 20097 Hamburg
Tel.: 040/ 23 60 16 12
Fax: 040/ 23 60 16 10
e-mail: presse(at)teeverband.de

Hamburg, April 2015

Geographische Herkunft und Sorte eines Tees sind wichtige Kriterien für den Verbraucher beim Tee-Einkauf. Während bislang nur ausgewiesene Tee-Experten die feinen Unterschiede zwischen ähnlichen Tees erkennen konnten, so ist inzwischen auch die moderne Technik zunehmend in der Lage, Herkunft und Sorte von Tee zu bestimmen. „Grüne und Schwarze Tees können relativ sicher analytisch unterschieden werden. Zudem gibt es zahlreiche gute Ansätze für die Bestimmung der Herkunft von Tees. Allerdings fehlen noch die notwendigen Vergleichsdatenbanken, die die unterschiedlichen Merkmale der Vielzahl von Tees beschreiben“, fasst der Lebensmittelchemiker Professor Ulrich Engelhardt von der Universität Braunschweig zusammen. Die moderne Analytik kann trotz der Fortschritte bislang den feinen Geruchs- und Geschmackssinn von Tea Tastern sowie deren langjährige Erfahrung nicht ersetzen.

Tee gehört wegen seines Genusswertes, seiner anregenden und gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe sowie seiner geschmacklichen Vielfalt zu den beliebtesten Getränken der Welt. Es gibt zahlreiche Sorten, von denen Schwarzer, Grüner und Weißer Tee die bekanntesten sind. Tee wird in zahlreichen Ländern und Regionen angebaut, wie China, Kenia, Sri Lanka und Indien mit seinen bekannten Anbauregionen Assam und Darjeeling. Um die Sorte und die Herkunft eines Tees zu bestimmen, wird zunehmend auch auf modernste Analysetechniken gesetzt.

Schwarz oder grün

„Vergleichsweise einfach scheint eine Differenzierung von Grünem und Schwarzem Tee zu sein – könnte man denken. Ganz trivial ist dies allerdings nicht, da manche Schwarze Tees von der chemischen Zusammensetzung einem Grünen Tee ähneln. Beide Sorten werden aus den frischen Blättern der gleichen Teepflanze hergestellt und unterscheiden sich nur durch die Verarbeitung“, so Professor Ulrich Engelhardt von der Universität Braunschweig in einem Überblick zu den unterschiedlichen  Möglichkeiten der Bestimmung von Sorte und geographischer Herkunft bei Tee.

Zur Unterscheidung von Grünem und Schwarzem Tee kann der Gehalt an Theaflavinen, die zu den sekundären Pflanzenstoffen gehören, herangezogen werden. Bei der Herstellung von Schwarzem Tee entstehen diese durch die Fermentierung, die bei Grünem Tee unterbunden wird. Bei Mischungen aus Schwarzem und Grünem Tee  ist jedoch – wegen der natürlichen Schwankung der Theaflavin-Gehalte in der Teepflanze – der Anteil der jeweiligen Tees in der Mischung durch Analysetechniken nachträglich nur ungefähr nachvollziehbar.

Darjeeling oder Assam
Anspruchsvoller wird es, wenn die geographische Herkunft eines Tees ermittelt werden soll. Aber auch hier ist eine Feststellung der Identität durch Analyse grundsätzlich möglich. Hierfür gibt es zahlreiche gute Ansätze. Die Inhaltsstoffe der Teeblätter unterscheiden sich nämlich von Anbauregion zu Anbauregion in Nuancen bezüglich ihrer Zusammensetzung. Grund hierfür sind u.a. die Charakteristika der örtlichen Niederschläge und des Grundwassers, die dem jeweiligen Tee einen spezifischen „Fingerabdruck“ verleihen.

Ein weiterer Ansatzpunkt ist der Vergleich der Mineralstoffprofile der Tees. Hierauf hat die örtliche Bodenbeschaffenheit einen Einfluss.

Um eine sichere Herkunftsbestimmung vorzunehmen, bedarf es aber umfänglicher Vergleichsdatenbanken. Diese befinden sich zurzeit erst im Aufbau.

Tea Taster – Zuverlässigkeit durch Erfahrung
Mit ihren geschulten Sinnen und jahrelanger Erfahrung sorgen Tea Taster dafür, dass im Rahmen der Qualitätssicherung die Teeproben ohne Schwierigkeit nach Sorte und Herkunft unterschieden werden können. Die zuvor beschriebenen technischen Möglichkeiten bieten hierzu eine Ergänzung, die in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen wird.
Den aktuellen wissenschaftlichen Stand der Möglichkeiten zur Identitätsbestimmung bei Tee legt Professor Ulrich Engelhardt, Universität Braunschweig, in seinem Artikel „Was ist drin, wenn Darjeeling auf der Packung steht? – Authentizität von Tee und Teeprodukten“ dar.

 

Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten

Weitere Informationen bei:
Deutscher Teeverband e.V.
Kyra Schaper, PR-Referentin
Sonninstr. 28, 20097 Hamburg
Tel.: 040/ 23 60 16 12
Fax: 040/ 23 60 16 10
e-mail: presse(at)teeverband.de

Hamburg, März 2015

Nur zwei bis drei Wochen im Jahr kann man in der chinesischen Provinz Zhejiang eine Rarität ernten, die mit keinem anderen Tee vergleichbar ist: Anji White Tea (Anji Weißer Tee; chinesisch: Anji Bai Cha). Vor dem "Qingming" Festival, dem "chinesischen Totenfest" Anfang April, wird das ebenso aromatische wie wohltuende Wunderwerk der Natur sorgfältig von Hand gepflückt. „Die Knospen dieses Tees sind in der Frühlingszeit komplett mit Härchen überzogen und muten deshalb weiß an“, erklärt Dr. Monika Beutgen, Geschäftsführerin des Deutschen Teeverbandes e.V., Hamburg. „Erstaunlich sind auch die Inhaltsstoffe des Anji White Tea – es wird ein besonders hoher Gehalt an Aminosäuren nachgewiesen, nahezu doppelt so viel wie bei herkömmlichem Tee.“

Entdeckt wurde dieser erstaunliche Grüntee erstmals 1930 wildwachsend in der Provinz Zhejiang, geriet jedoch nach kurzer Zeit wieder in Vergessenheit. Erst gut 50 Jahre später stieß man im einem hohen, unzugänglichen Berggebiet der Region "Anji" erneut auf die außergewöhnliche Pflanze und schenkte ihr nun die verdiente Aufmerksamkeit. Die örtlichen Teebauern begannen mit der Züchtung dieser Spezialität, so dass die hauptsächlich von Bambuswäldern geprägte Landschaft heute um kleine, feine Anji White Tea-Gärten  bereichert ist.


Wertvoll auf vielerlei Weise

Bei der obligatorischen Qualitätsprüfung und Analyse der Inhaltsstoffe stießen die Teeproduzenten auf eine kleine Sensation: Der Anji White Tea verfügt über einen ungewöhnlich hohen Gehalt an Aminosäuren, verglichen mit anderen grünen oder schwarzen Teesorten fast doppelt so viel. Jedoch kann diese besonders hochwertige Qualität nur für wenige Wochen im April geerntet werden, nämlich genau dann, wenn sich die zarten, flaumigen Knospen der Frühlingssonne entgegenrecken. Sobald es Ende April wärmer wird, ist die Erntesaison für Anji White Tea auch schon wieder vorbei. Die nun nachwachsenden Teeblätter erscheinen in einer deutlich dunkelgrüneren Färbung und sind auch hinsichtlich ihrer Inhaltsstoffe vergleichbar mit denen anderer Teepflanzen.

Einer wie keiner für höchsten Genuss

Sein Aufguss ist intensiv jadegrün und begeistert hocharomatisch mit blumigen und nussigen Noten. Tee-Experten empfehlen die Zubereitung des Anji White Tea in einer Glas-Kanne oder Glas-Tasse mit einer Wassertemperatur von ca. 80-85 Grad Celsius. Das Ergebnis: Ein Genuss für alle Sinne. Anji White Tea ist wahrlich eine außergewöhnliche Teespezialität aus dem größten Teeproduktionsland der Erde.

 

Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten

Weitere Informationen bei:
Deutscher Teeverband e.V.
Kyra Schaper, PR-Referentin
Sonninstr. 28, 20097 Hamburg
Tel.: 040/ 23 60 16 12
Fax: 040/ 23 60 16 10
e-mail: presse(at)teeverband.de

2014

Im aufgebrühten Tee finden sich allenfalls Spuren dieser Stoffe – Verbraucher können Schwarztee weiterhin bedenkenlos trinken

Hamburg, Oktober 2014
Das Verbrauchermagazin test berichtet in seiner aktuellen Ausgabe (11/2014) über unerwünschte Substanzen wie Pyrrolizidinalkaloide (PA), polyzyklische aromatische Kohlenstoffe (PAK), Anthrachinon und Mineralölbestandteile in Schwarztees. Im Ergebnis rät die Redaktion den Verbrauchern weiter zum Konsum von Tee.

Der ganz überwiegende Teil der Tees auf dem deutschen Markt erfüllt die gesetzlichen Anforderungen an die Lebensmittelsicherheit. Der Verbraucher kann Tee bedenkenlos trinken. Die Teewirtschaft nimmt grundsätzlich alle Erkenntnisse zur Beschaffenheit von Tees zum Anlass, die umfänglichen gemeinsamen Maßnahmen zur Qualitätssicherung weiter zu optimieren. Dies gilt auch für die aktuellen Ergebnisse der Stiftung Warentest.

Von 27 getesteten Produkten wurden von der Stiftung Warentest 24 Produkte mit „gut“ bis „ausreichend“ bewertet.

Die Stiftung Warentest kommt zu dem Ergebnis, dass in dem verzehrfertigen Getränk die meisten Schadstoffe allenfalls in Spuren vorhanden sind. Diese sind zu vernachlässigen, wie ein Vergleich mit anderen Lebensmitteln zeigt: Eine Tasse Tee enthält weniger PAK als 2 Gramm Räucherschinken – so der O-Ton von Stiftung Warentest.

Tee ist ein sicheres Lebensmittel und leistet einen wertvollen Beitrag zu einer ausgewogenen Ernährung.

 

Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten

Weitere Informationen bei:
Deutscher Teeverband e.V.
Kyra Schaper, PR-Referentin
Sonninstr. 28, 20097 Hamburg
Tel.: 040/ 23 60 16 12
Fax: 040/ 23 60 16 10
e-mail: presse(at)teeverband.de

Hamburg, Februar 2014


Am 31. Januar feierten die Chinesen den Jahreswechsel und damit verbunden begann das spannende astrologische Jahr des Pferdes. In China steht das Pferd für Abenteuer, Freiheit und Tatendrang. Neue Projekte sollten angepackt werden, Aufregendes erwartet uns. Die richtige Gelegenheit, Unbekanntes zu entdecken. Die Chinesen haben hierfür eine Vielzahl von Tee-Köstlichkeiten zur Hand: duftigen, aromatischen Tee, darunter die Berühmtheiten Oolong, Gunpowder, Long Jing, Pu Erh, Keemum und Sencha. Im Frühjahr werden die meisten der weißen, grünen oder schwarzen Spezialitäten geerntet und bereichern dann frisch unseren Teehandel. Da im Jahr des Pferdes ja viel Neues verlockt, so Dr. Monika Beutgen, Geschäftsführerin des Deutschen Teeverbandes e.V., Hamburg, bietet sich das Probieren dieser aromatischen Wohltaten mit ihrer breiten Geschmackspalette an.


Sinn für Wissenschaft und Genuss
Vor etwa 4.700 Jahren soll der erste chinesische Kalender erfunden worden sein, aber schon vor etwa 5.000 Jahren wurde in China der Teestrauch kultiviert und als Grüner Tee getrunken. Der kommerzielle Teeanbau wird im „Geburtslands des Tees“ seit mindestens 1.800 Jahren betrieben. Die Hauptgebiete befinden sich in den Bergen unterhalb von 1.800 Metern im Süden des Landes. Als die besten gelten die Provinzen Anhui, Fujian, Kanton (Guangdong), Yunnan und Zhejiang. Über die Jahrtausende entwickelten sich zahlreiche verschiedene Sorten und Geschmacksrichtungen – kein Tee produzierendes Land bietet heute so eine Vielfalt wie China.

Anhui – der berühmte Keemum
Der rund um den Globus hochgeschätzte Keemun-Tee aus der Provinz Anhui entlang des Flusses Yangtse gilt als der beste der chinesischen Schwarztees. Er begeistert mit einem einzigartigen, blumigen Aroma, auch Orchideenaroma genannt. Der Geschmack ist zart, mild und fruchtig-süßlich, die Farbe zartrot. Das Geheimnis ist das ätherische Öl Myrcenal in den Keemun-Blättern, das in keiner anderen Gattung des Teestrauchs vorkommt. Der blumige Keemun-Tee enthält von Natur aus weniger Koffein und Gerbstoffe als andere Schwarztee-Sorten.

Fujian – weiße, grüne und aromatisierte Zarte
Aus der Provinz Fujian im äußersten Südosten Chinas kommen hauptsächlich lieblich aromatisierte Grüntee-Sorten wie z.B. Jasmintee. Auch findet man hier den Weißen Tee „Pai Mu Tan“, dessen Charakter durch den hohen Gehalt  ungeöffneter Blattknospen mit weißem Flaum geprägt ist und der nach der Ernte nur schonend getrocknet wird. Einige wenige Teegärten produzieren diese begehrte Rarität mit dem unvergleichlich zarten Geschmack.

Guangdong – fruchtig-duftige Oolong Tees
Bekannt für hochwertige Oolong-Tees ist die Provinz Guandong (Kanton), die an der Küste des Südchinesischen Meeres liegt. Diese nach reifen Pfirsichen duftenden Spezialitäten sind halbfermentiert, das bedeutet, dass die frischen Teeblätter bei der Herstellung nur am Rand fermentieren. Diese Verarbeitung ist sehr aufwendig, aber es lohnt sich. Je nach Qualität betören Oolong-Tees durch ihren malzig bis fruchtig-duftigen Geschmack und eine bernsteingelbe bis tieforange Farbe. 

Yunnan – kräftiger Schwarztee und Pu Erh
Auch der berühmte Yunnan Schwarztee bietet einen vollmundigen, leicht erdigen Geschmack. In der Tasse leuchtet er rot bis bräunlich.

Schon seit etwa 1.700 Jahren wird Pu Erh Tee in der Provinz Yunnan im Südwesten Chinas hergestellt. Er durchläuft traditionell einen Reifungsprozess und wurde früher z.B. in Ziegel- oder Kugelform gepresst, heute wird er auch lose angeboten. Im Gegensatz zu den meisten Grün- und Schwarztees gewinnt der Pu Erh durch Lagerung an Qualität und Geschmack. Sein Aufguss ist rötlich-dunkel, das Aroma kräftig und erdig.

Zhejiang – die grünen Long Jing, Sencha, Gunpowder
Die nördlich an Fuijan angrenzende Provinz Zhejiang ist auf Grüntees spezialisiert und beheimatet einige der begehrtesten Sorten. Einer der besten und teuersten ist der Long Jing, auch bekannt als Drachenbrunnen-Tee, der sich durch einen würzigen Duft, einen intensiv vollmundigen Geschmack und die zarte gelbe Farbe auszeichnet. Für den Long Jing werden die Blattknospe und zwei Blättchen sanft getrocknet und in Handarbeit flach gedrückt, so dass sich der zusammengerollte Trieb beim Aufgießen entfaltet. Ein weiterer Spitzentee ist der grüne Sencha. Er bietet ein duftig-leichtes Aroma, das an frisches Heu erinnert. Der milde Aufguss von Sencha-Tee erstrahlt in frischem gelblich-grün. Der einzigartige Grüntee Gunpowder trägt seinen Namen nach der Form seiner getrockneten Blätter, die an „Schießpulver“ erinnern. Die gelblich-orange Spezialität hat einen kräftig-herben Geschmack mit einer leicht blumigen Note.

Für welchen Tee man sich auch entscheidet, alle Sorten bieten die Möglichkeit, Aufregendes und Neues im Jahr des Pferdes zu entdecken.

 

Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten

Weitere Informationen bei:
Deutscher Teeverband e.V.
Kyra Schaper, PR-Referentin
Sonninstr. 28, 20097 Hamburg
Tel.: 040/ 23 60 16 12
Fax: 040/ 23 60 16 10
e-mail: presse(at)teeverband.de